Angebote der Stille
Unsere Angebote zum Innehalten und Erinnern
Begleitung am Lebensende bedeutet mehr als medizinische und pflegerische Versorgung – sie schließt auch seelische Bedürfnisse ein. Im Hospiz Arista SÜD finden unsere Gäste, ihre Angehörigen und Mitarbeitenden im Raum der Stille einen geschützten Ort zum Innehalten und Kraftschöpfen.
Auf Wunsch bieten evangelische und katholische Seelsorger persönliche Gespräche und Begleitung an. In jährlichen Gedenkgottesdiensten erinnern wir gemeinsam an die Verstorbenen, die im Hospiz, durch den Hospizdienst oder das Palliative Care Team begleitet wurden.
Ein würdevoller Ort des Abschieds ist auch das Grabfeld „Kleiner Garten“ auf dem Ettlinger Friedhof, dort kann derer gedacht werden, die anonym bestattet wurden.
„Sie sind bis zum letzten Augenblick wichtig und wir werden alles tun, damit sie nicht nur in Frieden sterben, sondern in Würde bis zum Ende leben.“
Cicely Saunders
Zur Ruhe kommen im
Raum der Stille
Mit der Erweiterung des Hospizes Arista SÜD ist ein besonderer Ort entstanden: der Raum der Stille. Er befindet sich im ersten Obergeschoss des Vorderhauses mit Blick auf den geschützten Atriumhof. Die farbliche Gestaltung und die leuchtenden Glasfenster schaffen ein Spiel von Licht und Dunkelheit – beruhigend und zugleich inspirierend.
Dieser Raum steht allen offen: unseren Gästen, ihren Angehörigen und Besuchern sowie unseren Mitarbeitenden. Er lädt ein zum Innehalten, Nachdenken, zum Finden von Ruhe oder einfach zu einem Moment der Stille, fernab des oft belastenden Alltags.
Die Glasfenster wurden nach dem Motiv Ähren der Künstlerin Lore Unger (Salem) vom Glasatelier Großkopf in Karlsruhe gestaltet. Die Wandskulptur stammt vom Pforzheimer Künstler René Dantes. Aus Edelstahl gefertigt, tragen schwebende Messingscheiben die Symbole großer Weltreligionen – ergänzt durch leere Felder als Zeichen für die Freiheit jedes Einzelnen in seiner Glaubenshaltung oder Weltanschauung.
Unser herzlicher Dank gilt den Künstlern für ihre sensiblen Werke und den großzügigen Spendern: Liselotte Lossau (Glasfenster, 2015) und Helmut Kniel (Skulptur, 2016).
Seelsorgerliche Betreuung
Das seelsorgerliche Angebot im Hospiz Arista SÜD steht allen offen – unabhängig von Konfession oder Weltanschauung. Auf Wunsch besuchen evangelische und katholische Seelsorger unsere Gäste und ihre Angehörigen für Gespräche, Gebet oder Rituale des Abschieds. Auch Seelsorgende anderer Religionen oder vertraute Begleiter aus der Heimatgemeinde sind herzlich willkommen. In der oft herausfordernden Zeit des Abschiednehmens bietet die Seelsorge Raum für Trost, Stille und persönliche Fragen.
Erinnerungen teilen durch
Gedenkgottesdienste
Einmal im Jahr lädt das Hospiz Arista SÜD zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst ein – für die Verstorbenen, die im Hospiz oder durch den ambulanten Hospizdienst und das Palliative Care Team begleitet wurden.
In der evangelischen Johanneskirche Ettlingen werden ihre Namen verlesen, für jeden Menschen brennt eine Kerze. So entsteht ein Raum voller Licht, Erinnerung und Verbundenheit.
Das Gottesdienstteam – bestehend aus Haupt- und Ehrenamtlichen – wählt gemeinsam mit den Seelsorgern ein Thema, gestaltet den Altarraum und bereitet eine Erinnerungskarte vor.
Im Anschluss sind Angehörige und Freunde herzlich eingeladen, bei Tee und Gebäck miteinander ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen zu teilen.
Grabfeld „Kleiner Garten“
Der „Kleine Garten“ auf dem Ettlinger Friedhof wurde am 29. April 2016 eingeweiht – als stiller, würdevoller Ort des Abschieds und Erinnerns.
Er ist jenen gewidmet, die im Hospiz Arista SÜD oder durch das Palliative Care Team und den Hospizdienst begleitet wurden und aus verschiedenen Gründen anonym bestattet werden mussten. Da öffentliche Mittel keine Gedenkstätte vorsehen, wurde dieses besondere Grabfeld durch ehrenamtliches Engagement und großzügige Spenden möglich gemacht.
Unser herzlicher Dank gilt allen, die zur Verwirklichung beigetragen haben – besonders Prof. Jakubeit für Planung und Leitung, den Auszubildenden der Stadtgärtnerei Ettlingen unter Susanne Stegmaier sowie der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner und Herrn Emil Beetz für die liebevolle Gestaltung und Pflege.
„Wenn das Licht erlischt, bleibt die Trauer.
Wenn die Trauer vergeht, bleibt die Erinnerung.“
Dieser Spruch steht auf der Sandsteinplatte der Grabstelle. Die Skulptur ist ein Werk des Künstlers Walter A. Kirchner


