Trauerbegleitung
Angebote zur Trauerbegleitung beim Hospizdienst Ettlingen
Viele Menschen fühlen sich nach dem Tod eines nahen Angehörigen oder Freundes in ihren Gefühlen, Wünschen und Ängsten allein gelassen. Vertraute Menschen ziehen sich oft zurück, weil sie sich gegenüber all dem Kummer und Schmerz, der in der Trauerzeit auftaucht, unsicher und hilflos fühlen.
Mit unseren vielseitigen Angeboten möchten wir Trauernden die Möglichkeit bieten, ihre Trauer ganz individuell zu verarbeiten. Denn jeder Mensch trauert anders, unsere Trauerbegleitung unterstützt dabei professionell und einfühlsam.
„Sein Unglück ausatmen können
tief ausatmen
so dass man wieder einatmen kann
Und vielleicht auch sein Unglück
sagen können in Worten
in wirklichen Worten
die zusammenhängen und Sinn haben
und die man selbst noch verstehen kann
und die vielleicht sogar
irgendwer sonst versteht oder verstehen könnte
Und weinen können das wäre schon fast wieder Glück“
Erich Fried
Einzelbegleitung
Einzelgespräche in der Trauer sind oft in der Anfangszeit nach einem Verlust oder bei so genannter erschwerter Trauer hilfreich.
Eine erschwerte Trauer können Betroffene nach langen Pflegezeiten erleben. Besonders schwer ist es auch für Menschen, die nicht Abschied nehmen konnten oder die von großen Schuldgefühlen geplagt sind.
Auch der Verlust von Kindern, ein Sterben „vor der Zeit“ oder ein völlig unerwarteter Tod können für die Hinterbliebenen eine besondere Belastung sein.
Zur Einzelbegleitung stehen Ihnen Petra Baader oder ehrenamtliche Trauerbegleiter zur Seite. Wir stehen Ihnen gern für eine erste telefonische Beratung zur Verfügung, in der auch auf spezifische Begleitungsangebote hingewiesen werden kann.
Trauergruppen
Trauer ist ein individueller Weg – doch niemand muss ihn allein gehen. In unseren Trauergruppen finden sich Menschen zusammen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben. Als beständiger Kreis von Teilnehmenden begleiten sie sich gegenseitig für eine begrenzte Zeit und teilen ein Stück ihres Weges miteinander.
In diesem geschützten Raum entsteht Platz für ehrliche Gespräche, für stille Momente und für das, was oft schwer in Worte zu fassen ist: Schmerz, Verzweiflung, Wut, Schuld oder Angst. Die Gruppe bietet Halt und Verständnis – und eröffnet zugleich die Möglichkeit, neue Perspektiven zu entdecken und Schritte der Neuorientierung zu wagen.
Trauergruppe für junge Erwachsene (20-35 Jahre)
Der Verlust eines Elternteils, einer Partnerin oder eines Partners, eines Geschwisters oder einer engen Freundin oder eines Freundes trifft junge Erwachsene oft besonders hart. Mitten im Aufbruch – in Ausbildung, Beruf oder Freizeit – erleben sie einen tiefen Einschnitt, der im Umfeld kaum geteilt wird. Unsere Trauergruppe für junge Erwachsene schafft einen Ort, an dem Gleichbetroffene zusammenkommen können. Hier ist Raum für Austausch, Verständnis und das gemeinsame Tragen der Trauer – ohne Erklärungsdruck, aber mit viel Offenheit.
Die Gruppe findet zweimal jährlich statt: in der stilleren Zeit von November bis Januar sowie im Frühsommer von Mai bis Juli. Sie wird geleitet von erfahrenen und qualifizierten Hospiz- und Trauerbegleiterinnen.
Termine in Planung
Es sind jeweils sechs Treffen im Abstand von zwei Wochen. Eine Teilnahme an jedem Treffen ist erwünscht.
Trauercafé Kornblume
Im Trauercafé „Kornblume“ finden Menschen zusammen, die einen Verlust erlebt haben – aus ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und mit ganz eigenen Geschichten. Hier entsteht ein Raum für Begegnung, Austausch und stille Verbundenheit.
In geschützter Atmosphäre können Teilnehmende:
- mit Gleichbetroffenen ins Gespräch kommen,
- ihre Trauererfahrungen teilen,
- neue Impulse für den eigenen Weg finden,
- hilfreiche Informationen erhalten,
- und Möglichkeiten weiterer Unterstützung kennenlernen.
Das Café wird von einem engagierten Team aus weitergebildeten Hospizhelferinnen begleitet. Jedes Treffen beginnt mit einem thematischen Impuls, der zum Nachdenken und Austausch anregt. Im Mittelpunkt stehen jedoch die persönlichen Erfahrungen und Gedanken der Gäste – getragen von Respekt, Offenheit und gegenseitigem Verständnis.
Das Trauercafé ist ein offenes Angebot für alle Interessierten, ohne Anmeldung, unabhängig von Alter, Herkunft oder Art der Trauersituation.
Das Trauercafé findet ganzjährig statt.
Jeden 3. Mittwoch eines Monats
von 17.00 -19.00 Uhr
in der „Scheune“ der Diakonie
Pforzheimer Str. 31a (im Hof), Ettlingen.
Termine 2026:
17. Juni • 15. Juli • 19. August • 16. September • 21. Oktober • 18. November • 16. Dezember
Trauermaterial
“Im Garten der Zeit wächst die Blume der Trauer …”
4. Auflage
In diesem Buch laden Freiräume ein, den eigenen Weg der Trauer mit Gedanken, Texten, Bildern und Grüßen, die man vielleicht in dieser Zeit bekommt, zu füllen und so die Erinnerungen zu bewahren.
“Alles hat seine Zeit …”
Neu erschien im Jahr 2022 ein zweites kleines Trostbuch mit sorgfältig ausgewählten Texten und zauberhaften Naturfotos, das Trauernde auf ihrem Weg begleiten und trösten kann.
Die Büchlein kosten je 5,50 Euro + Portokosten.
Bestellungen bitte unter Hospiztelefon: 07243 94542-77 oder per Mail: kontakt@hpn-arista.de
Trauerwanderung
Treffpunkt: 11:00 Uhr beim Aristamobil (VW Caddy) am großen Parkplatz Freibad Ettlingen, Schöllbronner Straße (S-Bahn Haltestelle)
Kleidung: wetterfest, mit festem Schuhwerk (findet bei jedem Wetter statt)
Wegstrecke: ca. 9 km, auch hügelig, ca. 4 1/2 Stunden (inkl. Pausen)
Mitbringen: Vesper und Getränke (Picknick an einer Hütte)
Anmeldung: erwünscht, per E-Mail an info@hospizdienst-ettlingen.de oder telefonisch unter 07243 94542-77. Kurzentschlossene sind willkommen!
Im Anschluss besteht die Möglichkeit – bei Kaffee und Kuchen – das Erlebte ausklingen zu lassen.
Die Trauerwanderung findet viermal im Jahr statt. Jeweils im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.
Datum nächste Trauerwanderung:
13. Juli 2025
Letzte Hilfe Kurse
Der Kurs „Letzte Hilfe“ vermittelt Grundwissen zur Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen. Wir sprechen über das Sterben als Teil des Lebens, über mögliche Beschwerden und wie man lindern kann. Themen wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht werden ebenfalls kurz behandelt. Darüber hinaus geht es um den Umgang mit belastenden und auch tröstlichen Momenten und darum, wie Abschied gestaltet werden kann. Wie bei der Ersten Hilfe soll auch die Letzte Hilfe Mut machen, in schwierigen Situationen menschlich und unterstützend da zu sein.
Nächste Termine folgen.
Für die Kurse erheben wir keine Gebühren, über eine Spende freuen wir uns.